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Welche Auswirkungen hat eine Parodontitis auf die allgemeine Gesundheit?

Nach Meinung der Wissenschaft ist eine Gingivitis oder Parodontitis nicht nur eine Erkrankung der Mundhöhle. Sie hat immer eine Auswirkung auf den gesamten Körper und der gesamte Körper reagiert auf die Entzündungsreize.

Die Bakterien, welche Parodontitis auslösen, bleiben nicht im Mund. Sie wandern auch in den allgemeinen Blutkreislauf. Dort können sie sich z. B. in den Herzkranzgefäßen ansiedeln. Oder auch an künstlichen Blutgefäßen, Herzschrittmachern und Hüftimplantaten. Bei Menschen mit Herzklappenfehlern sogar sowohl auf den geschädigten als auch auf neu implantierten Herzklappen.

Das Schlaganfallrisiko ist bei Menschen mit einer Parodontitis deutlich höher.

Bei Schwangeren mit einer Parodontitiserkrankung sind Frühgeburten häufiger als bei zahnfleischgesunden Müttern. Auch das Geburtsgewicht der Säuglinge ist vermindert.

Es wäre daher sinnvoll und notwendig, dass zur Betreuung von Schwangeren auch die zahnärztliche Vorsorge und Therapie gehört.

 

Die Parodontitis ist ein Krankheitsrisiko für den gesamten Körper.

Mögliche Folgen und Begleiterscheinungen der Parodontitis :

Gesundheitsschäden

Zahnpflege ist mehr als Mundhygiene.

Haben Sie sich heute schon die Zähne geputzt? Wenn nicht, dann sollten Sie das schleunigst nachholen.

Die Zahlen, die belegen, dass schlechte Zahnhygiene und moderne Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Altersdiabetes in Verbindung stehen, sind erschreckend.

Parodontitis erhöht das Risiko für Herzinfarkt!
Das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben, liegt bei Menschen, die unter chronischen Zahnfleischentzündungen leiden um das 2,7-Fache höher.

Parodontitis verursacht Zahnverlust!
Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen bakteriellen Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates, die so genannten Parodontitis und dem daraus resultierenden Zahnverlust gibt, ist schon lange bekannt.

Erste Anzeichen sind in der Regel Zahnfleischbluten beim Putzen. Bedenklicher wird es allerdings, wenn das Zahnfleisch alleine durch das Beißen in ein Stück Obst oder Brot Blutspuren auf selbigem hinterlässt. Die meisten Menschen denken, dass dies ein normaler Zustand ist, denn mit zunehmendem Alter müssen die Zähne ja sowieso irgendwann einmal ausfallen. Falsch gedacht!
Parodontitis ist eine Dauerentzündung im Körper!

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch können und sollten Sie bis ans Lebensende begleiten. Neue Studienergebnisse zeigen deutlich, dass ein kranker Kauapparat - vor allem die chronische Parodontitis - eine Dauerentzündung für den gesamten Organismus darstellt. Die Ursache ist ein Unausgeglichenheit zwischen den Bakterien in der Mundhöhle und einem gestörten Abwehrsystem, das die Bakterien nicht auseichend abtöten kann.

Parodontitis erhöht das Risiko für Schlaganfall und Herzkranzgefäße!
Im weiteren Verlauf kommt es zu Zahnfleischtaschenbildungen, in denen die Bakterien Gifte in den gesamten Körper abgeben. Dabei werden Substanzen freigesetzt, die in die Blutbahn gelangen und zu einer verstärkten Gerinnselbildung führen. Dies erklärt, weshalb das Schlaganfallrisiko bei einer Parodontitis um den Faktor 2,8 erhöht ist und das Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße um das 1,7- Fache.

Parodontitis erhöht das Risiko für Zeugungsunfähigkeit
Doch das ist noch lange nicht Alles. Bei zeugungsunfähigen Männern konnten im Sperma Bakterien aus der Mundhöhle nachgewiesen werden, die die Spermienfunktion beeinträchtigen und somit eine mögliche Ursache für die Kinderlosigkeit darstellen.

Parodontitis erhöht das Risiko für Frühgeburten
Auch das Auslösen von vorzeitigen Wehen könnte im Zusammenhang mit dieser Zahnfleischerkrankung stehen. Bei 18 Prozent der Frühgeborenen wiesen deren Mütter eine chronische Zahnfleischinfektion auf. Das Risiko ein untergewichtiges Kind zu gebären war bei Frauen mit einer chronischen Parodontitis bis auf das Siebenfache erhöht.

Es gibt einen Ausweg:
Es gibt nur eine Lösung - meiden Sie auslösende Faktoren wie schlecht Ernährung, Rauchen und mangelnde Zahnhygiene.

Auf letztere möchte ich etwas genauer eingehen, denn sie ist die Grundvoraussetzung dafür, dem Zuviel an Bakterien Einhalt zu gebieten. Reinigen sie Ihre Zähne mindestens zwei Mal täglich jeweils zwei Minuten. Jeden Abend sollten Sie für die Zahnzwischenräume Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen verwenden.

Suchen Sie mindestens alle sechs Monate Ihren Zahnarzt auf, der bei Ihnen eine ausgiebige Zahnreinigung durchführt. Lassen Sie sich genau zeigen, wie Sie ihre Zähne und das Zahnfleisch optimal reinigen. Ihre Gesundheit ebenso wie Ihr Energie- Level werden profitieren.

Quelle:Frankfurter Neue Presse, 13.8.2007, Dr. Petra Bracht